Cäcilienchor Näfels auf SF 1 Volkstümliches zu Advent und Heilig Abend PDF Drucken E-Mail

In der Reihe "Heimat in der Fremde" findet eine musikalische Begegnung statt. Das Ensemble Kaboul trifft auf den Cäcilienchor Näfels, Heimweh- und Liebeslieder treffen auf Auswanderer- und Adventslieder. Noch bis vor 100 Jahren war die Schweiz ein traditionelles Auswanderungsland und aus zahlreichen Gegenden zogen Generationen von «Wirtschaftsflüchtlingen» nach Amerika, Argentinien oder Australien. Auch aus dem Glarnerland mussten viele Menschen auswandern. Aus dieser Zeit stammt ein heute fast verlorenes Liedgut, welches das ferne Paradies besingt, das Heimweh der Ausgewanderten oder den Liebeskummer der zurückgelassenen Mädchen.
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Der Cäcilienchor wurde als Chordelegation aus der Deutschschweiz ausgewählt für eine der vier Adventssendungen «Heimat in der Fremde», in denen jeweils ein Chor aus einer der vier schweizerischen Sprachregionen auf eine Gruppe oder einzelne Musiker aus unterschiedlichen Weltgegenden trifft, die in der Schweiz eine neue Heimat gefunden haben. Die ausländischen Musiker besingen ihr Heimweh und das Fremdsein in einer neuen Heimat. [Beide Gruppen singen aber auch religiöse Lieder zum Advent, zu Jesus, sei es als Sohn Gottes im christlichen oder als Prophet im moslemischen Sinne.]
Wenig bekannt ist, dass das schönste und traurigste Schweizer Liebeslied, «Stets i Truure», aus dem Sernfttal stammt. Um dieses Lied herum gruppiert der Cacilienchor Näfels Schweizer Lieder aus der Adventszeit – unter anderem auch «Der alt Englisch Gruss» aus Altdorf, in dem die Maria partout nicht einsehen will, warum sie jetzt schwanger werden soll.

Die Moderatorin Catherine Ann Berger (bis vor kurzem moderierte sie «Kulturzeit» auf 3sat) bettet die musikalischen Beiträge ein und verbindet diese miteinander. Sie gibt einige erklärende Worte zu den Orten, den beteiligten Ensembles und zum Advent. Sie führt auch kurze Gespräche mit dem Leiter des Ensembles Kaboul, Hossein Arman, und dem Dirigenten des Cäcilienchors Näfels, Peter Freitag.

In der Mitternachtsmesse in der Hilariuskirche Näfels wird der Cäcilienchor die "Missa Natalitia" eine Pastoralmesse von Joseph Umstatt (1711-1762) singen. Der Komponist, Kapellmeister in Dresden und später bis zu seinem Tod 1762 in Bamberg, verwendet darin Weihnachtslieder und Hirtenweisen, oft mit "alpenländischem" Kolorit, voll Fröhlichkeit und tänzerischer Leichtigkeit. Die Solopartien singen Liliane Ecoffey, Sopran und Ueli Senn, Bass. Es musiziert ein Orchester ad hoc mit Posaunen und Streichern.


Sonntag, 21.12. 16.30 SF 1
Mittwoch, 24.12. 23.00 Pfarrkirche St. Hilarius, Näfels

 

 

 
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