Gedenkkonzert für Ulrich Stranz

Nesina Bösch, Violine

Reformierte Kirche Steinmaur

In diesem Konzert möchten wir unserem langjährigen Konzertmeister Ulrich Stranz (*1946) gedenken, der letzten Frühling nach schwerer Krankheit gestorben ist. Mit der "Sinfonia piccola" seines verehrten Lehrers Günther Bialas spielen wir ein Werk, dass wir mit ihm zusammen erarbeiten durften. Das Siegfried-Idyll stand auf unserem Wunschzettel derjenigen Werke, die wir noch gerne zusammen aufgeführt hätten. Und mit Kreks Violinkonzert stellen wir seine Nachfolgerin beim KOK vor, Nesina Bösch, die in der schwierigen Zeit Anfang letzten Jahres mit grossem Elan und Können eingesprungen ist und uns nun bereits bei drei Programmen begleitet hat.

 

Günther Bialas (1907-1995)

Sinfonia piccola (1960)

I Allegro
II Romanze
III Menuett
IV Rondino

Uroš Krek (*1922)

Inventiones ferales (1962)
"Manibus Patris Sacrae et egregiae arti amici Igor Ozim oblatae"
für Violine und Streicher

Richard Wagner (1813-1883)

Siegfried-Idyll (1870)


Günter Bialas gilt als einer der bedeutendsten Kompositionslehrer nach dem 2. Weltkrieg. Von seiner offenen, liberalen und undoktrinären Haltung als Lehrender zeugt die stilistische Vielfalt der Komponisten, die bei ihm studierten oder von ihm betreut wurden, wie etwa Nicolaus A. Huber, Peter Michael Hamel, Wilfried Hiller, Heinz Winbeck, Ulrich Stranz, Michael Denhoff. www.wikipedia.de
Seine "Sinfonia piccola" spielt mit schrägen Motiven (ganz in klassischer Manier), mit Anklängen an die ver­schiedensten Stile von Volksmusik und Barock über Romantik bis ins zwanzigste Jahrhundert.

Zwei Jahre später schrieb der Slowene Uroš Krek seine "Inventiones ferales" zum Tod seines Vaters und widmete diese seinem Freund, dem Geiger Igor Ozim. Neben seinem Wirken als Komponist war er als Volksmusikforscher und Lehrer an der Musikakademie Ljubljana tätig.

Die Uraufführung von Wagners Siegfried-Idyll fand frühmorgens am Sonntag, dem 25.12.1871 (Cosimas Geburtstag), in Wagners Tribschener Villa bei Luzern statt. Aus Platzgründen (die Musiker nahmen im Treppenhaus Aufstellung) handelte es sich um eine kleine Streicher-Besetzung. Auf Grund dieses ungewöhnlichen Uraufführungs­ortes wurde das Siegfried-Idyll von Wagners Kindern einfach nur "Treppenmusik" genannt.


Nesina Bösch, geboren 1978, erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren.
In ihrer Jugend gewann sie mehrere Preise am Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb (Solo und Kammermusik). Sie studierte bei Daniel Zisman, Karen Turpie und Sandra Goldberg und schloss im Juni 2002 bei ihr mit dem Lehrdiplom ab. Derzeit ist sie in der Konzertreifeklasse des SMPVs bei Monika Urbaniak, Hochschule für Musik und Theater Bern.
Nesina Bösch besuchte zahlreiche Meisterkurse bei Nora Chastain, Karen Turpie, Stefan Piccard (D), Burton Kaplan (USA) und Franco Gulli - diesen im Rahmen des Eastern Music Festivals in Greensboro (NC, USA). Von 1995 bis 2000 war sie Mitglied des Schweizerischen Jugendsinfonieorchesters, des Kammerensembles Musicuria und des Sinfonieorchesters Liechtenstein. Seit Anfang 2004 ist sie Konzertmeisterin des Kammerorchesters Kloten. Sie unterrichtet seit vier Jahren an der Musikschule Sarganserland. Daneben ist sie mit ihrem Duopartner David Reitz kammermusikalisch tätig.

 
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