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Hannes Bärtschi, Viola
Der gebürtige Tscheche Bohuslav Martinů begab sich in den 1920er-Jahren nach Paris, gelangte als Flüchtling 1941 in die USA und verbrachte dann, obwohl in der Zwischenzeit mit der amerikanischen Staatsbürgerschaft versehen, seine letzten Lebensjahre wieder in Europa, dort, unterstützt durch den Mäzen Paul Sacher, zu einem wesentlichen Teil in der Schweiz. Seine Heimat hatte er seit 1938 nie wieder gesehen. Martinů gilt als der bedeutendste tschechische Vertreter der Klassischen Moderne. Laut Lexikon lässt sich sein Werk in seiner Gesamtheit keiner bestimmten Stilrichtung zuordnen. "Nachzuweisen sind Einflüsse der tschechischen Volksmusik... und des französischen Impressionismus... Daraus resultiert das Ersetzen von thematischer Arbeit durch motivische Fortspinnungstechnik bei konsonant klingender Tonsprache". Sich einreihend in eine grosse Zahl weiterer Solokonzerte, entstand das sofort Popularität erlangende Rhapsody-Concerto für Viola und Orchester im Jahr 1952. Die freie Form entspricht dem Namen des Werkes, aber auch dem Charakter der letzten Schaffensperiode des Komponisten - einer Welt der Fantasievisionen, die sich über die strikte Ordnung der statischen Form hinwegsetzte.
Dvořáks Böhmische Suite, 1879 komponiert und uraufgeführt, ist eine logische Fortsetzung sowohl der Slawischen Tänze (erste Folge 1878) wie der Serenade für Streicher (1875) und der Serenade für Bläser (1878). Zum einen finden wir hier nämlich die "nationale Inbrunst" wieder, zum andern aber eine quasi serenadenhafte Zurückhaltung im Ausdruck, die sich auch in der teilweise bewusst sparsamen Instrumentation widerspiegelt und erst im Finale von einem aus dem Vollen schöpfenden Orchestertutti überrollt wird.
Hannes Bärtschi (1977) erhielt mit sechs Jahren den ersten Violinunterricht bei seiner Mutter. Sein Violastudium bei Nicolas Corti am Konservatorium Zürich schloss er mit Auszeichnung ab. Danach folgte ein Studium bei Prof. Wolfram Christ in Freiburg i. B., das er ebenfalls mit Auszeichnung abschloss. Er ist Preisträger des Kiwanis-Musikpreises und des Berti Alter-Preises für Pädagogik. Seit Januar 1999 ist Bärtschi Bratschist des Amar Quartetts, das international konzertiert und bei mehreren Wettbewerben als Preisträger hervorgegangen ist. Kurse bei Isaac Stern, Walter Levin, Paul Katz und dem Alban Berg Quartett.
Peter Freitag studierte Orgel bei Rudolf Scheidegger und Orchesterleitung bei Johannes Schlaefli an der Musikhochschule Zürich. Er leitet das Kammerorchester Kloten, ist Chorleiter an der katholischen Kirche Näfels und Organist an der reformierten Kirche Uster. Daneben arbeitet er in freien Projekten in den Bereichen Musiktheater, Alte und Neue Musik.
Antonín Dvořák (1841-1904)
Aus der Serenade für Bläser und tiefe Streicher Opus 44
I. Moderato, quasi marcia
Bohuslav Martinů (1890-1959)
Rhapsody-Concerto für Viola und Orchester
Moderato – Molto Adagio – Allegro
Antonín Dvořák
Böhmische Suite Opus 39
I. Präludium (Pastorale)
II. Polka
III. Menuett (Sousedská)
IV. Romanze
V. Finale (Furiant)
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