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Bernhard Heinrichs, Oboe
Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt schreibt: "Die Sinfonie in g-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart wurde als Mittelstück der sicherlich zusammengehörigen drei letzten Sinfonien komponiert. Sie stellen offenbar eine Art Weg des Menschen zu einem Ziel dar. Ausgehend von der Sinfonie in Es-Dur , dem Ton der Liebe, aber auch des «feierlichen Ernstes», führt Mozart uns in die Abgründe der alles in Frage stellenden g-Moll-Sinfonie – um danach im strahlenden C-Dur der Jupiter-Sinfonie alles glücklich aufzulösen und den zuvor verstörten Hörer in Harmonie zu entlassen. Von den mehr als vierzig Sinfonien Mozarts stehen nur zwei in Moll, beide in g-Moll. G-Moll wurde damals als Todestonart, auch als Tonart der Traurigkeit bezeichnet und empfunden. Schon im ersten Thema der g-Moll-Sinfonie gibt es keine einzige direkt angespielte Note, auf jedem Ton liegt eine Appoggiatur, ein Vorschlag von oben oder von unten. So wird das scheinbar Einfachste, ja das Selbstverständliche ungreifbar, es verschwimmt, man hört wie durch welliges Wasser gesehen. Der zweite Satz beginnt mit dem leicht versteckten Fugenthema der Jupiter-Sinfonie, als sollten die Albträume des ersten Satzes weggewischt und so gleichsam eine «Hoffnung auf eine bessere Welt» herbeigefleht werden."
Im Mozartjahr feiert auch der "spanische Mozart" Geburtstag: Juan Crisóstomo de Arriaga. Nach seiner Sinfonie beschäftigen wir uns nun zum zweiten Mal mit einem seiner Werke. "Los esclavos felices" ist die Ouverture zur gleichnamigen Oper, welche vermutlich 1820 mit grossem Erfolg in Bilbao uraufgeführt wurde.
Bernhard Heinrichs (*1963), aufgewachsen in Bamberg, studierte an der Musikhochschule München in der Meisterklasse von Günther Passin und schloss mit Auszeichnung ab. Der Oboist des Arcis Quintett war mit diesem Ensemble Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn. 1987 erhielt er den Bayerischen Staatsförderpreis für Kultur; 1989 folgten ein zweiter Preis beim ARD-Wettbewerb München und ein Jahr später ein erster Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Tokyo.
Seine solistische Tätigkeit führte ihn u.a. mit dem Wiener Kammerorchester, den Münchner Bachsolisten und der Academy of St. Martin in the Fields zusammen.
Seit 1991 ist Bernhard Heinrichs Solooboist am Opernhaus Zürich. Unter Bernhard Haitink gastierte er 1997 bei den Wiener Philharmonikern mit Konzerten im Wiener Musikverein und einer anschliessenden Japantournee.
Beim Würzburger Mozart-Fest, dem Schleswig-Holstein Festival, dem Kammermusikfest in Risør (Norwegen), dem Carmel Bach Festival (Kalifornien) und den Salzburger Festspielen trat er als Solist und Kammermusikpartner von Sabine Meyer, Elizabeth Wallfisch, Iona Brown, Christian Tetzlaff, Christoph Eschenbach und Leif Ove Andsnes auf. Seine Lehrtätigkeit führt ihn an die Juillard School, an die University of Berkley und nach Sapporo, wo er am Pacific Music Festival unterrichtet.
Peter Freitag studierte Orgel bei Rudolf Scheidegger und Orchesterleitung bei Johannes Schlaefli. Er leitet das Kammerorchester Kloten, ist Chorleiter an der kath. Kirche Näfels und Organist an der ref. Kirche Uster. Daneben arbeitet er in freien Projekten in den Bereichen Musiktheater, Alte und Neue Musik als Dirigent, Korrepetitor, Pianist, Cembalist und Organist. www.peterfreitag.ch
Juan Crisóstomo de Arriaga (1806-1826): Los esclavos felices Ouverture
Joseph Haydn (1732-1809): Oboenkonzert in C-Dur
Allegro spirituoso
Andante
Rondo
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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonie Nr. 40 in g-moll KV 550 (2. Fassung)
Molto Allegro
Andante
Menuetto
Allegro assai |